Zwischenstand und Feedback

Liebe ehemalige Gäste der Friesischen Teestube,

nun ist ja eine Weile vergangen, seit dem Räumungsverkauf und der Geschäftsauflösung der Friesischen Teestube in München. Und wer hätte gedacht, dass wir auch in diesem neuen Jahr  2021 wieder im Lockdown sind…

Ich möchte nun die Gelegenheit nutzen, um Ihnen mitzuteilen, dass das Buchprojekt von uns weiterverfolgt wird, aber- so wie halt alles andere gegenwärtig auch – noch Zeit braucht, bis aus der Idee (in geistiger Form geboren) das Buch in materieller Form zur Verfügung steht. Wir alle haben gerade sehr viele Herausforderungen zu bewältigen, dass gut Ding einfach Weile haben muss. Und vor allem ist dies ja auch ein Lerneffekt von Corona – nämlich zur Ruhe kommen, sich besinnen auf das, was wirklich zählt im Leben und auch zu reflektieren, ob das Leben, das ich führe bzw. bisher geführt habe, eigentlich mein wahres Leben und meine Bestimmung ist. Also – einfach noch ein wenig Geduld haben…

Und dann bzw. dazu möchte ich auch noch ein Herzliches Danke schön sagen, an die vielen Gäste, die uns berührende und überwältigende Danksagungen per E-Mail zukommen lassen. Mein Mann und ich sind stolz und glücklich, diesen besonderen Ort der Ruhe und Entspannung gehabt zu haben. Und wir würden dieses Feedback auch gerne in einem eigenen Kapitel erwähnen – selbstverständlich anonymisiert – und dann kann jeder raten, wer, wann, was geschrieben hat.

Ich möchte mit Konfuzius enden:

„Leuchtende Tage. Nicht weinen, weil sie vorüber. Lächeln, das sie gewesen.“

Und wünsche Allen und Jedem nur das Beste für 2021 und vor allem viel Hoffnung!

Herzliche Grüße,

Oswald Telfser und Kerstin Förster

 

Friesische Teestube in der Presse

Friesische Teestube

Die Teestube ist ein außergewöhnlicher Ort und die Geschichte ihrer Geschichte ist nicht minder außergewöhnlich.

Die beiden Weltenbummler, „Mac“ Wilken, ein echter Ostfriese und Oswald „Ossi“ Telfser, ein waschechter Südtiroler trafen sich 1975 auf Barbados und schlossen Freundschaft. Was lag da näher, als einige Zeit später des selben Jahres in der geographischen Mitte ihrer Herkunftsorte eine Friesische Teestube mitten im Biergarten-Country zu eröffnen? Eine passende Räumlichkeit in Schwabing war auch gleich gefunden.

Seitdem gehört die Friesische Teestube zum festen Inventar Schwabings für alle, die der atemlosen Hektik der Großstadt entfliehen und in einem Refugium der Entspannung neue Kräfte sammeln wollen.

Da nichts so heiß getrunken wird, wie es gekocht wird, nicht einmal Tee, kann man hier getrost bei einem Kännchen aromatischen Tee die Dinge von einem gelassenen Standpunkt aus betrachten.

Nicht von ungefähr lautet ein altes chinesisches Sprichwort:

Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst.

Über den Tee

1610 wurde der Tee von den Holländern nach Europa gebracht. Er fand bald Einzug in den englischen Kaffeehäusern, in Frankreich und in Russland. Anfang des 18.Jahrhunderts war Teetrinken bereits weit verbreitet und der holländische und englische Teehandel mit China blühte. Die Russen importierten ihren Tee über uralte Karawanenstraßen aus China und lange Zeit galt der „Karawanentee“ als der feinere, da er nicht unter Feuchtigkeit gelitten hatte wie die Tees, die die Europäer über den Seeweg bezogen. Die wichtigsten chinesischen Anbaugebiete sind: Yunnan, Keemun, Pingsuey, Panyong und Szechuan. Congou ist die Bezeichnung für den chinesischen Schwarztee.

In Indien war der Tee zwar bereits bekannt, wurde aber erst von den Briten exportgerecht angebaut. Aus Darjeeling am Himalaya stammen die edelsten Sorten. Hier wird vier mal im Jahr geerntet (first- und second flush, zwei Autumnals). Das im Nordosten gelegene Assam ist der größte Teedistrikt der Welt und liefert die Grundlage für die Ostfriesenmischungen.
Ceylon ging erst auf die Teeproduktion über, als der bis dahin blühende Kaffeehandel durch unausrottbare Schädlinge zum Versiegen gekommen war. Heute ist Ceylon neben Indien der größte Tee-Exporteur.

Ob Schwarztee, Grüner Tee oder Oolong, alle Tees stammen von der selben Pflanze. Der Grüntee wird nicht weiter behandelt und behält seinen herben Geschmack. Der Schwarztee dagegen wird durch Fermentation (Oxydation im feuchten Raum) braunrot verfärbt und wird dadurch weicher in der Tasse. Oolong-Tees sind nur halb-fermentiert. Beim schwarzen Tee werden unterschieden:

Blatt – Tee
TGFOP „Tippy Golden Flowery Orange Pekoe“, dünnes drahtiges Teeblatt mit hellen Spitzen (tips) vom jüngsten Trieb
GFOP „Golden Flowery Orange Pekoe“, dünnes drahtiges Blatt-Tee
FOP „Flowery Orange Pekoe“, normales drahtiges Blatt-Tee
OP „Orange Pekoe“, langes drahtiges Blatt, größer als FOP
P „Pekoe“, kürzeres und gröberes Blatt-Tee
O „Orange“, kommt von holländisch „oranje“, königliche Bezeichnung für die oberen Blätter

Broken – Tee
Die Teeblätter werden bei der Produktion zerkleinert; ergiebiger als Blatt – Tee, wird mit „B“ gekennzeichnet (z.B. FBOP)

Wissenswertes
„first flush“ erste Ernte nach dem Frühjahrsmonsun in Nordindien
„second flush“ ist die nordindische Ernte zwischen Ende Mai und Juli; kräftiger als first flush

Manche mögen‘s heiß … nur der Grüntee nicht!
Grüner Tee wird leicht bitter, wenn er mit kochendem Wasser übergossen wird. Um den aromatischen und blumigen Geschmack zu erhalten, bereiten wir den Tee mit ca. 60-70°C heißem Wasser zu. Wenn Sie den Tee gerne heißer trinken, dann lassen Sie ihn einfach etwas auf dem Stövchen stehen.

Ostfriesische Tees

Der richtige Ostfriesen-Tee wird nach strengen Regeln zubereitet: pro Person und Tasse ein Löffelchen Teeblätter in immer die selbe Kanne, mit sprudelnd kochendem Wasser eben bedecken, drei Minuten ziehen lassen, das restliche Wasser nachgießen, Kandis in die Tasse, Tee dazu, Sahne obendrauf und – um Ostfrieslands Willen – nicht umrühren!
Obwohl Heinrich Heine fand, dass „Tee sich von gekochtem Seewasser nur durch den Namen unterscheidet“ und Lieselotte von der Pfalz der Tee „wie Heu und Mist, mon Dieu!“ schmeckte, bauten die Ostfriesen ihre Teerituale immer komplizierter aus. So dürfen Fremde nicht vergessen, am Ende den Löffel in die Tasse zu legen, da sonst pausenlos nachgeschenkt wird. Auf diese Weise musste einer, wie erzählt wird, schon mal fünfzig Tassen Tee zu sich nehmen…

Essen & Trinken

120 Sorten Tee aus aller Herren Länder wie Indien, China, Japan, Taiwan, Ferner Osten, Afrika, Russland, Südamerika, Naher Osten und nicht zuletzt Ostfriesenland. Von edlen und aromatischen Schwarz-, Grün- oder Oolongtees bis zu aromatisierten Tees, Kräutertees, etc.

Neben Tee gibt es bei uns auch:

  • Kaffee in allerlei Variationen, weitere heiße und kalte Getränke
  • Internationale Weine der Spitzenklasse, Korn
  • Frühstück (täglich von 10 Uhr bis 14 Uhr)
  • Kuchen täglich frisch & hausgebacken
  • frische Waffeln
  • belegte Brote, Toasts, Baguette
  • Mozzarella mit Tomaten, Salatschüssel
  • Platten mit Schinken, Käse, Speck für den großen Hunger

Wenn Sie jemandem eine spezielle Freude machen wollen, schenken Sie ihm doch einen Gutschein für einen Teestubenbesuch. Details dazu erhalten Sie vom Team der Teestube.

Kuchen

Die Teestube

Seit Mai 1976 bemühen wir uns unseren Gästen über die Wohnzimmeratmosphäre etwas Ruhe abseits der Hektik unserer Tage zu vermitteln. Die Uhren gehen alle bei uns anders bzw. stehen still, und das ist auch ein sehr schönes Symbol für diesen Ort, weil die Friesische Teestube nämlich ihre eigene Zeit hat!

Die Teestube gehört zum festen Inventar Schwabings für alle, die der atemlosen Hektik der Großstadt entfliehen wollen. Das Tückische an der Teestube ist übrigens, dass man sich nach einer Stunde selbst als Teil des Inventars fühlt.

In der Friesischen Teestube können Sie entspannen lesen, plaudern oder einfach Ihren Gedanken nachhängen. Angenehme Musik und die wohltuende Wirkung unseres Tees werden Sie dabei begleiten.

Für besondere Anlässe können Sie die Friesische Teestube auch mieten. Nähere Informationen dazu erhalten Sie vom Team der Teestube.

Friesische Teestube

ehemals Pündter Platz 2, 80803 München-Schwabing
info@friesische-teestube.de

Öffnungszeiten: geschlossen

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